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Hallo Fuji X100V, äh was?

Tschüss Fuji X-Pro 2, hallo Fuji X100V. Ja, der Wechsel ging dann doch schneller als ich dachte...

Das war mal der Anfang eines Beitrages, den ich schreiben wollte, als ich meine heiß geliebte Fuji X Pro 2 gegen eine X100V eingetauscht habe. Ich war voller Freude, motiviert bis in die Spitzen! Aber nicht einmal 4 Monate später verliebte ich mich in eine andere Kamera. Fuji hat mich enttäuscht.

Was nach einer ziemlich heißen "Gute Zeiten, Schlechte Zeiten" Episode klingt, ist es doch eine ziemlich traurige Erfahrung, für mich und meinen Geldbeutel.

Ich freute mich echt über die Fuji X100V. Ich war sehr begeistert. Klein, handlich, okayes Bild (dazu gleich mehr) und die Motivation wieder mehr zu fotografieren. Ich startete ein Projekt "365, jeden Tag ein Foto". Ich war motiviert bis in die Spitzen und lieferte 3 Monate ab. Mein großes Ziel war mit der Kamera gut vorbereitet in den USA Roadtrip zu starten, der Ende April starten sollte.

Irgendwann Mitte Feburar ging ich einmal im Regen fotografieren, mit der Annahme, dass die Kamera eigentlich Spritzwassergeschützt ist. Mir war so, als hätte ich das gelesen. Ich war jedenfalls Felsenfest davon überzeugt. Kurz nach dem Spaziergang erwies sich das als Fehler. Die Kamera ging nicht mehr an. Auf einen Tipp hin legte ich die Kamera eine Nacht in Reis ein. Selbst damit war sie noch immer tot. Es ging rein nichts mehr. Nicht einmal mehr der Akku lud sich auf.

Ich brachte Sie wieder zum Photohaus, wo ich sie am 4. Dezember 2021 gekauft hatte. Nach einem Test und der Erkenntniss, dass sie tatsächlich nicht mehr angeht, schickte das Photohaus Sie zurück an den Hersteller. Naiv dachte ich, dass sich das schon ausgehen wird bis Ende April.

Die Zeit verging, Woche um Woche. Am 31. März (6 Wochen später) meldete sich Fuji mit der Nachricht, dass die Kamera ein wirtschaftlicher Totalschaden ist. Der Austausch kostet 1100€. Das wollte das Photohaus nicht auf sich sitzen lassen und fragte nach den Gründen. Das zog sich weiter hin...

Woche um Woche vergeht und es zeichnete sich ab, dass die Fuji nicht rechtzeitig nachhause kommen würde. Erst recht nicht (kostenlos) repariert.

Mein Projekt war mitlerweile Geschichte, da ich keine Lust hatte Woche um Woche mit dem iPhone zu fotografieren. iPhone Fotografie ist etwas anderes. Es ist "Social Media Fotografie" und ich verspürte nicht den gleiche Vibe wie mit einer echten Kamera, mit Sucher, mit Objektiv, etwas zum anfassen.

Nun, was ist die Alternative? Eine Entscheidung war sofort klar: Es gibt keine Fuji mehr. Ich war und bin noch immer noch enttäuscht. Richtig viel kommt dann auf einmal nicht mehr in die engere Auswahl...

Ein Kumpel ließ mich seine Leica Q2 für eine Woche ausprobieren. Eigentlich nicht mein Budget. Aber der Funke sprang sofort über. Eine Kamera in einer Perfektion wie ich Sie noch nie in der Hand gehabt hatte. Ein wahrgewordener Traum. Ein bisschen zu groß vielleicht dachte ich, aber die Brillianz des Objektivs macht alles wieder weg. Und ja, ich lernte Sie auf dem USA Roadtrip kennen und lieben. Das ich nun diesen Sprung mache, von einer Fuji X100V zu einer Leica Q2 hätte ich mir auch nicht träumen lassen. Aber vielleicht sollte es so sein...

Ich schrieb noch etwas von der Bildqualität der Fuji. Richtig "geflasht" von der Bildqualität der Fuji war ich nicht. Bloß nicht verkehrt verstehen, das Bild ist total ok! Ich hatte aber immer das Gefühl, dass das Bild nicht brilliant ist. Es fehlte immer etwas. Es war schnell sehr körnig, es war nicht richtig scharf, kann man fast sagen. Im Vergleich zu einem iPhone Foto war das iPhone Foto meistens einen Ticken schärfer bzw. brillianter. Gut, ich achtete dann mehr auf niedrige ISO und damit war das "Problem" fast behoben. Jedenfalls war das eine Eigenschaft der Fuji, die sogar meiner Frau aufgefallen ist und anmerkte, dass die Bilder aber nicht "so schön" seien.

Die Q2 im Vergleich (Ok, andere Liga!) ist brilliant! Sie ist besser, als ein iPhone Foto und hält tatsächlich, was man sich verspricht. Ich denke, dass das vielleicht doch der richtige Move war...

Nach dem USA Roadtrip habe ich die X100V dann endlich zurück bekommen. Ich hatte mich gegen eine Reparatur für dann nur noch 800€ entschieden, da ich nicht einsehe die Kamera quasi noch einmal zu kaufen. Außerdem hatte ich nun einen perfekten Ersatz. Wie die Kamera aber zurück kam, das spricht für sich. Erwartet hatte ich die Kamera so, wie ich sie abgegeben hatte, auch wenn Sie kaputt ist. Nun ja, Erwartung und Realität weichen manchmal stark voneinander ab, habe ich nun gelernt.

Wenn jemand einen Laden kennt, der Kameras repariert, ich wäre über jede Empfehlung dankbar!